Donnerstag 30. November 2006 von Martina Meergans
Die Grenzen des guten Geschmacks werden ja bei der Werbung teilweise doch öfter einmal überschritten. Im Suchmaschinenmarketing passiert es zum Glück nicht allzu oft, dass unpassende Anzeigen gezeigt werden - nicht zuletzt dank des Quality-Scorings von Google, das sich nach der Relevanz von Anzeigen ausrichtet. Dass das allerdings nicht zu 100% garantiert werden kann, zeigt (wieder einmal) das folgende Bild zur Suchanfrage “ALS”:

Nicht nur, dass hier absolut unpassende Werbebotschaften präsentiert werden - sie verstossen auch generell gegen die Bedingungen von Google. Beispielsweise das Schreiben in Großbuchstaben oder auch ein Leerzeichen zwischen Wort und Ausrufezeichen. Und bei eBay kann man neben Bildung und Krankheiten eh “alles” kaufen….
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Mittwoch 29. November 2006 von Michael Zander
“Ich bring Sie ganz nach oben!” oder “Garantiert auf Seite 1!” Wer kennt sie nicht, die Versprechungen der vermeintlichen Super-Optimierer, die Suchmaschinenplatzierungen scheinbar aus dem Ärmel schütteln. Eben habe ich versehentlich mal wieder ein solches Angebot aus meinem Spam-Ordner gefischt, wo sie verdienterweise automatisch landen. Ich weiss nicht, was mich geritten hat, aber ich habe mich mal näher damit beschäftigt.
Nach einer kurzen Einführung über die allgemeine Bedeutung des Mediums Internet und insbesondere der Suchmaschinen wird es konkret: Für schlappe 99 Euro wird mir in Aussicht gestellt, bei den wichtigsten Suchmaschinen auf Seite 1 zu landen. Da fällt der Klick auf Referenzen und Details nicht schwer. Die Referenzen enttäuschen mich dann doch. Die sind dem Schutz der Kunden, die sich vor Anrufer ihrer Neider wohl nicht mehr retten konnten, zum Opfer gefallen. Stattdessen gibt es nur inhaltsleere Beispielstatistiken.
Nun gut, dann probiere ich es eben aus. Was die für ihre Kunden versprechen, wird ja auch bei ihnen selbst klappen. Ich mach es kurz: Bei keinem Suchbegriff, der mir spontan zum Thema Suchmaschinenoptimierung einfiel, fand sich der Anbieter auf der ersten Seite. Und auch nicht auf der zweiten, dritten,… OK, der finale Test: Suche der kompletten Domain des Super-Optimierers bei Google. Ich hatte es geahnt: Keine Ergebnisse. Die haben sich offensichtlich selbst so optimiert, dass Google das nicht mehr geheuer war…
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Samstag 25. November 2006 von Michael Zander
Bei studiVZ – wer es nicht kennt: so was wie openBC XING für Studenten – brennt der Baum. Politische Entgleisungen, moralische Verfehlungen, Probleme mit dem Datenschutz,… Es würde den Rahmen sprengen, den Skandal in ganzer Breite hier aufzurollen. Das ist auch nicht die Aufgabe dieses Blogs. Wer sich näher informieren möchte, kann hier mal anfangen zu stöbern:
Blogbar oder Heise
Interessant an der ganzen Geschichte finde ich die Art und Weise, wie von den Verursachern und Verantwortlichen damit umgegangen wird. Okay, die jungen Gründer sind unerfahren und offensichtlich maßlos überfordert. Von jemandem, der öffentlich auf den Putz haut, den Laden schon bald für einen hohen Millionenbetrag abstoßen zu können, hätte ich allerdings ein wenig mehr Professionalität erwartet. Zumindest erst mal den Schnabel halten und professionelle Hilfe holen. Ja, studiVZ, es gibt Menschen, die mit Krisenmanagement zu Recht gutes Geld verdienen. Und die haben schon ganz andere Dinger wieder hingekriegt.
So weit, so schlecht. Das haben die MöchtegernJunior-Gründer nicht hingekriegt. Mit drin hängen aber einige Firmen und Personen, die über viele Jahre seriös und erfolgreich in der Wirtschaft tätig sind. Sie sind – wie man so schön neudeutsch sagt – bei studiVZ investiert, weil sie darin ein Startup sahen, mit dem sich schnell viel Geld verdienen lässt. Was die Investoren jetzt tun, ist aber weder seriös noch professionell. Sie tun nämlich nichts. Zumindest nichts, was öffentlich spürbar dazu angetan wäre, Schäden zu beheben oder Imageverluste abzuwenden. Dabei sind die Möglichkeiten, kleine Jungs wieder auf den Boden zu bringen, doch so vielfältig: Taschengeldentzug, Hausarrest, Playstation-Verbot,… Zur Not auch mal ne Ohrfeige, hat uns doch auch nicht geschadet, oder?
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Freitag 24. November 2006 von Burkhardt Gasber
Auch wenn ich Gefahr laufe, mich mal wieder mit veralteten “coolen” Websites zu outen: ich versuche es trotzdem unermüdlich immer wieder. Ich gehe halt gerne dahin, wo es richtig schmerzt. Doch zum Thema, zu einer mal wirklich hübschen Online-Suchmachine. Sie bringt zwar keine überragenden Ergebnisse und ist wahrscheinlich eher eine Viralkampagne von “keine Ahnung von wem”, ist aber echt schön anzuschauen - vor allem wenn man längere Zeit mal nichts eingibt. Auf die Plätze, fertig, los - schlagt den alten Gasber, er kannte die Website bis vorgestern nicht. Hier geht es lang zur schönen Online-Suche…
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Donnerstag 23. November 2006 von Martina Meergans
Gerade bei der Suchmaschinenoptimierung fällt es einem manchmal schwer, sich für ein Wort zu entscheiden, wenn mehrere zur Auswahl stehen. Geben die Leute eigentlich eher “Duft” oder eher “Parfüm” ein? Am besten findet man sowas natürlich über eines der Tools raus, die beispielsweise Google oder Yahoo! zur Verfügung stellen. Wenn man aber beobachten will, ob ein Wort sich vielleicht nach einiger Zeit eingebürgert hat (was ist eigentlich aus dem “Ich hab keinen Durst mehr”-Wort “sitt” geworden?), dann befrage man doch einfach Google Trends. Das Wort “Bundeskanzlerin” zum Beispiel, denn laut Google haben sich die Anfragen erst gegen Ende 2005 gebildet, gibt es scheinbar erst seit kurzem als nennenswerten Suchbegriff.

Man kann also durchaus sagen, dass die liebe Frau Merkel Trends gesetzt hat. Besonders schön natürlich, wenn man das Ganze nachmachen kann - mit dem eigenen Produkt oder der eigenen Marke.
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Sonntag 19. November 2006 von Michael Zander
BMW ist wohl der prominenteste Vertreter der aus dem Google-Index Verbannten. Getroffen hat es auch viele andere. Und das Spiel ist noch lange nicht vorbei. Dahinter stecken immer Verstöße gegen die Qualitätsrichtlinien der Suchmaschine. Diese besagen unter anderem, dass Content, der ausschließlich für Suchmaschinen gedacht ist, ohne dem User zu nutzen, nicht akzeptiert wird. Besonders frech ist es natürlich, das dann auch noch auf die Seite zu schreiben:

Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier den Link posten soll, im Moment ist die Seite so auf jeden Fall online und im Google-Index.
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Sonntag 19. November 2006 von Martin Eckhard
Gelegentlich gefällt den Konsumenten Fernsehwerbung so gut, dass sie E-Mails mit den unterhaltsamen Clips an Ihre Freunde und Bekannte schicken, bei youtube und anderen Videocommunities einstellen oder das Netz danach absuchen. Wie das Entertainment Magazin Variety berichtet, wollen sich 6 Hollywood-Manager diesen Trend jetzt zu Nutze machen, und kündigen für den 15. Januar eine neue Videoplattform an. Rechtzeitig zum größten Werbespektakel der USA, dem Superbowl, soll adTV, eine Art youtube für TV-Werbung, mit rund 3000 Spots an den Start gehen.
Über das Finanzierungsmodell möchte man nicht so recht Auskunft geben, nur soviel, dass die meisten Werbetreibenden für das Präsentieren Ihrer TV-Spots auf adTV wohl bezahlen würden. Im Gegenzug will adTV dafür sorgen, dass die Zielgruppe von diesem Angebot erfährt.
Steven Bochco, einer der Initiatoren, fasst das Projekt so zusammen:
“There are commercials that all of us remember or can be moved by, the same way songs can move you,” he said. “It’s an extraordinary form of brief entertainment … (and) we’re looking to create a site that will engage you on an entertainment level.”
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Freitag 17. November 2006 von Torsten Latussek
Mein derzeitiger Liebling unter gelungenen crossmedialen Kampagnen ist die farbenfrohe iPod-Kampagne von Apple. Reichenweitenstark im TV beworben bekommt die Kampagne auch im Internet die notwendige Aufmerksamkeit und weckt den Spieltrieb im interaktiven Werbemittel - also fröhlich die Lieblingsfarbe ausgewählt und munter die Website des Werbeträgers beschmiert. Probiert’s aus!

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Freitag 17. November 2006 von Martin Eckhard
Eine klasse virale, Onlinekampagne crossmediale Kampagne stellt Opel derzeit unter total-verfoehnt.de auf die Beine. Dabei geht es um die Promotion eines Cabriolets. Wer auf die Seite surft, wird zunächst gebeten seinen Namen und seine Handynummer anzugeben. Hat man dies erledigt, startet ein Werbespot für den Tigra TwinTop. Professor Windaloopi untersucht im Folgenden die Auswirkungen des Windes auf die Frisuren der Probanden. Da seine extremen Methoden ihn dazu zwingen neue Probanden zu finden… ach sehen Sie doch einfach selbst. Und lassen Sie sich überraschen.

Ein Dank für den Tipp geht an Henrik von metapeople
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Mittwoch 15. November 2006 von Michael Zander
Unter diesem Motto stand gestern der internationale Usability Day. Das ist doch die Gelegenheit, den Aspekt der Usability von Webseiten aufzugreifen. Ich nehme das zum Anlass, hier ein Beispiel zu zeigen, das mir persönlich sehr gut gefällt, den Handy-Finder von Vodafone (Startseite und dann den Button “Handy-Finder” neben der Suche):

Hier kann man mit Schiebereglern und Schaltflächen seine Anforderungen ans neue Handy einstellen. In der Übersicht verschwinden dann alle Telefone, die den Kriterien nicht entsprechen. Das ist nicht nur praktisch, es macht auch noch Spaß!
Wer kennt ähnliche oder auch ganz andere Beispiele?
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