Holtzbrinck übernimmt das Ruder bei StudiVZ

Mittwoch 3. Januar 2007 von Michael Zander

Am 25. November hatten wir hier, das kollektive Versagen der Investoren bei StudiVZ bemängelt. Jetzt meldet Spiegel online den Verkauf des Studenten-Portals.
Satte “mehr als 100 Millionen Euro” hat Holtzbrinck auf den virtuellen Tisch geblättert. Ein Großteil davon fließt zurück ins eigene Säckel, schließlich hat man schon im Sommer mit einem siebenstelligen Betrag eine Minderheitsbeteiligung erworben. Und anschließend mit Minderheitsnichtstun ganz erheblich zum Image- und Wertverlust beigetragen. Damit sank natürlich der Wert und damit die Chancen des Verkaufs an … ach lassen wir das.
Wenn man den ersten Berichten Glauben schenken kann, soll StudiVZ in Zukunft kräftige Werbeerlöse bringen. Von Verkauf ist keine Rede mehr. Am skurilsten erscheint mir der Nachtrag im Spiegel-Artikel. Die wollen ernsthaft mit der kompletten Mannschaft (inklusive der Gründungsversager!) weitermachen? Und das, obwohl der Kauf zum jetzigen Zeitpunkt die einzigartige Chance geboten hätte, in der Skandalbude mal so richtig aufzuräumen. Ich glaube nicht, dass es so kommen wird…

Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 3. Januar 2007 um 15:16 und abgelegt unter aktuell, kurios, trends. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

Ein Kommentar über “Holtzbrinck übernimmt das Ruder bei StudiVZ”

  1. Henrik Teichmann schrieb:

    Ich hoffe damit sind die PR-Eskapaden von studivz.net beendet. Allerdings sind 100 Mio. schon recht günstig wenn man das Angebot von Yahoo für facebook.com betrachtet. Satte 1,65Mrd US-Dollar wurden zuletzt geboten, und meiner Glaskugel nach wird das Angebot noch über 2 Mrd steigen und dann wird facebook verkauft. Alternativ wird Facebook die nächsten 2 Jahre nicht verkauft und im Sommer 2009 von Google Orkut für $500.000 erworben ;-)

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