E-Mail von James Bond
Montag 22. Januar 2007 von Michael Zander
Ich habe eine E-Mail von James Bond bekommen. Nur wenig Worte, klare Anweisungen – so, wie es sich für einen ordentlichen Agenten gehört. “Glaubt dir eh keiner!” war mein erster Gedanke. Also, schnell an ein paar Leute weiterleiten. Zisch, Puff die Mail ist weg. Auch die Suche in gelöschten oder gesendeten Objekten bringt sie nicht wieder …
Die Geschichte stimmt natürlich nicht. Aber wenn ich mir ansehe, was der E-Mail-Versender BigString jetzt anbietet, dann könnte es so gewesen sein. Die Kunden des Dienstes können selbst entscheiden, was mit ihren Mails beim Empfänger geschieht. Eine der Optionen ist die Selbstzerstörung - frei konfigurierbar, zum Beispiel nach einmaligem Lesen oder beim Weiterleiten. Diese Einstellungen können auch für Dateianhänge eingerichtet werden. Die Zeiten, in denen sich peinliche Party-Videos in Windeseile verbreiteten, könnten schon bald der Vergangenheit angehören, wenn sich diese Technik durchsetzt.
Ich bin mir gar nicht sicher, was ich von dieser Technik halten soll. Erst einmal stelle ich mir viele Fragen:
- Wird der Markt so etwas annehmen?
- Ist das eine private Spielerei oder auch im Geschäftsleben nutzbar?
- Wie ist das eigentlich juristisch zu beurteilen?
- Gibt es demnächst Selbstzerstörungsblocker?
- Wird es Nachahmer geben?
Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 22. Januar 2007 um 20:16 und abgelegt unter aktuell, kurios, trends. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.
