Textbroker - wenn Ihnen die Worte fehlen
Mittwoch 28. März 2007 von Henrik Teichmann
Die Texte einer Webseite werden bei kleinen und mittelständischen Unternehmen noch oft unterschätzt, meist schreibt der Chef noch selber oder die Sekretärin darf die Broschüren der letzten Jahre abtippen. Hauptsache das Design der Seite ist stimmig - der Inhalt wird meistens stiefmütterlich behandelt.
Eine günstige Möglichkeit Texte für die Homepage extern erstellen zu lassen, kann man unter www.textbroker.de finden. Textbroker ist eine Plattform für freie Autoren und Kunden die Content suchen. Die Autoren, meistens Studenten mit einem gewissen Fachbereich oder ehemalige Redakteure die von zuhause aus arbeiten, schreiben Ihnen zu jedem erdenklichen Thema einen Text mit einer vorgegebenen Länge. Damit diese Texte auch Ihren Vorstellungen entsprechen können Sie dem Autor Vorgaben und weitere Informationen und Hilfsmittel zu einem Text geben. Das kann z.B. die Homepage sein auf der, der Text erscheinen soll oder eine Liste von Stichwörtern die der Artikel enthalten muss.
Sobald der Autor seine Arbeit abgeschlossen hat, können Sie den Text prüfen und entweder freigeben oder nochmal korrigieren lassen. Sie müssen also nicht für einen Text bezahlen der nicht Ihren Wünschen entspricht.
Und die Kosten? Bei Textbroker gibt es 4 Qualitätsstufen die Sie wählen können, 2 Sterne stehen für eine durchschnittliche Qualität - 5 Sterne fuer eine Professionelle Qualität. Die Preise liegen zwischen 0,7 Cent für die unterste Qualitätsstufe und 4 Cent für einen Professionellen Text - pro Wort natürlich, wobei 500 Wörter etwa eine DIN A4 Seite ergibt. Eine übersichtliche Aufstellung der Preise finden Sie auch in der Preisübersicht von Textbroker.
Natürlich kommen wir nicht umher ein kurzes Beispiel für einen Artikel zu liefern. Wir haben einen Artikel zum Thema Online-Marketing ausgeschrieben, der Text sollte 50 - 75 Wörter enthalten und in einem neutralen und informativen Sprachstil gehalten sein. Die Qualitätsstufe liegt bei 3 Sternen, also im mittleren Bereich. Nach 2 Stunden war der Text fertig und in unserem E-Mail Postfach, eine Nachkorrektur ist, unserer Auffassung nach, nicht notwendig. Für den Artikel wurden uns 1,365 EUR berechnet (inkl. MwSt).
Hier also der gekaufte Text:
Online-Marketing
Mit dem Begriff Online-Marketing wird das Marketing im Bereich Internet beschrieben. Leichter ersichtlich ist wird dies, am Synonym Internet-Marketing. Online-Marketing gliedert sich in Online-Werbung, welche direkt im Internet auf Webseiten platziert wird und Email-Werbung die, wie der Name schon sagt per Email versendet wird. Eine weiter Form ist das Affiliate Marketing, in welchem Werbung auf Partnerwebsites geschalten wird. Der Partner erhält bei Verkauf seiner angebotenen Produkte meist Provision, oder aber einen Pauschalbetrag.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 28. März 2007 um 12:51 und abgelegt unter aktuell, praxis. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

Mittwoch 28. März 2007 um 13:57
Tja, was soll man dazu sagen? Auf jeden Fall hat dieses Angebot zwei Seiten:
Aus Journalisten- und Autorensicht ist es eine Katastrophe. Da kommt eine Agentur daher und bietet journalistische Leistungen zum Discountpreis oder weniger. Verdi, die Deutsche Journalisten Union und andere Verbände kämpfen seit Jahrzehnten für eine faire Vergütung und dann sowas. Da fallen mir spontan die BILD-Leserreporter ein. Oder die zahlreichen Verlage und Agenturen, die sich für kleines Geld in diversen Foto-Communities bei Amateuen bedienen. All diese machen den Menschen, die ihr tägliches Brot damit verdienen müssen, die Preise kaputt. Ich höre schon die Auftraggeber: “Was, 150 € für eine Seite, die krieg ich woanders für 10!”
Über die Qualität der gelieferten Texte möchte ich mich jetzt gar nicht auslassen. Fakt ist auf jeden Fall, dass die keine Profis wollen. Mein neugieriger Versuch, mich bei Textbroker anzumelden, scheiterte an den AGB. Zugelassen sind nur Privatpersonen oder Kleinstunternehmer, die nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind.
Aus Sicht der Content-Kunden sieht die Sache sicher anders aus. Für einen guten Preis gibt es eine Menge Text. Wie dieser qualitativ zu beurteilen ist, mag auf einem anderen Blatt stehen. Dazu möchte ich mich aber erst äußern, wenn ich den Dienst ein wenig getestet habe. Spontan denke ich, dass die einem eine Grundlage liefern können, worauf man seine eigenen Texte aufbauen kann. Und das sicher auch nur in begrenztem Rahmen. Für eine kleine Präsentation im Netz durchaus geeignet, für tiefergehende Artikel sicher nicht.
Ich bin gespannt, wie die sich im Markt etablieren, und was andere davon halten. Berichtet doch mal, wenn ihr Erfahrungen gemacht habt.