Da war die deutsche Agenturlandschaft aus der SEM- und Media-Szene die letzten zwei Tage in Dublin beim Google Headquarter um Neuigkeiten aus dem Lande der fröhlich bunten Produktzukunft Googles kennenzulernen. Auch ich zählte zu den ca. 80 Leuten, die sich dort versammeln sollten. Der Einladung folgend traf man sich schon am Flughafen Frankfurt und war gespannt. Am Eingang haben wir natürlich alle brav den NDA unterschrieben, der es uns verbietet, über das Gehörte und Gesehene zu sprechen respektive zu schreiben. Schade.
Das gesamte Event, genannt “DublINSight”, diente dazu, um endlich die Frage zu beantworten, die allen Agenturen schon seit längerem auf der Zunge brennt: Google - friend or enemy? Nach dem dritten Vortrag wurde klar, dass es wohl ein “frienemy” werden wird, wie der Vorträger es so schön sagte.
In Dublin werden vor allem die Direktkunden aus Europa betreut. Der Service von Google beinhaltet für die Kunden von der Kampagnenerstellung, über Optimierung und Maximierung auch sämtliche Hilfestellungen - im Prinzip den Service, den eine Agentur ebenfalls anbietet. Kein Wunder also, dass gerade jetzt nach dem Kauf von DoubleKlick und Perfomics einige Bewegung in unsere Landschaft kam…
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass für Unternehmen weiterhin eine Agentur sehr empfehlenswert und auch notwendig ist. Die Nähe vor Ort, die neutrale Beratung, die Einbeziehung anderer Plattformen und umfassendere Reportings nach Wunsch des Kunden sind hier nur einige Punkte, die ich dafür anführen würde.
Allerdings müssen durch die bereits bekannten Dienste von Google wie ImageAds (webseitenbasierende Kampagnen) oder VideoAds gerade die spezialisierten Agenturen in Zukunft ihre Angebote ausweiten, um gegenüber Mediaagenturen weiterhin die Nase vor zu haben.
Aus dem Leitspruch “Don’t be evil” ist nun “Work hard, play hard” geworden - der gestrige Tage endete mit einer Party auf Google Kosten in der Lilly Bordello Bar. Ich selbst habe mich lieber vorzeitig verabschiedet… der Tag hatte für mich um 5:30 Uhr deutscher Zeit begonnen und in Irland war es dann ja noch einmal ein Stündchen später.
T-Mobile vermutete schon im letzten Jahr, dass das mobile Internet der Trend 2006 im Kommunikationsmarkt wird. Nun soll es laut eco (Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.) der Trend 2007 werden. 13% der 72 Experten, die an einer Studie teilnahmen, wählten das mobiles Surfen auf Platz 1 mit der Einschätzung, dass mobile Suchmaschinen das Ganze stark vorantreiben werden. Leider scheinen nur wenige Unternehmen darauf vorbereitet zu sein, denn Webseiten, die über Handys abrufbar sind, finden sich nicht allzu zahlreich. Google ist natürlich auch hierfür schon vorbereitet: In der AdWords-Oberfläche kann man neben regulären Text-, Video- und Imageanzeigen auch Anzeigen für Suchanfragen buchen, die per Handy ausgeführt werden. Diese lassen sich wahlweise mit einer Handy-Webseite, einer regulären Webseite oder sogar einer Hotline verbinden.
Im Gegensatz zur Internet-Suche ist die Suche auf dem Handy eher “alltäglich” - Wo finde ich die nächste Pizzabude? Wie wird heute abend das Wetter? So kann sich - gerade auch lokal - ein ergänzender Vertriebskanal entwickeln. Ich wünsche mir hier, dass mehr Menschen den Dienst aktiv nutzen und Mobilfunkbetreiber mit entsprechenden Flatrates das Surfen per Handy in Zukunft einfach und komfortabel gestalten, sodass es wie SMS endlich tagtäglich genutzt werden kann. Zurzeit bieten zwar diverse Mobilfunkanbieter (z.B. ePlus) Daten-Flatrates an, diese sind jedoch scheinbar noch zu teuer für Privatkunden.
Über der großen Blase des Web 2.0 schwebt seit jeher die zentrale Frage, womit denn da das Geld verdient werden soll. Lauter werden die Zweifler immer dann, wenn mal wieder ein Projekt für immense Summen den Besitzer wechselt. Das mit mehr oder weniger rühmlichen Aktionen in die Schlagzeilen geratene studiVZ geht jetzt offenbar in die Offensive und will den Skeptikern beweisen, dass Erträge 2.0 durchaus realisierbar sind.
Das zumindest lässt die eben gestartete Kooperation mit dem Vermarkter GWP - das ist die Vermarktungsorganisation der Verlagsgruppe Handelsblatt - vermuten. Auf deren Seiten findet man auch ein umfangreiches PDF-Dokument, mit dem potenzielle Kunden von der Leistungsfähigkeit des Studentennetzwerks überzeugt werden sollen.
Interessant sind auf jeden Fall die Zahlen zum Mitgliederstand und seiner Entwicklung. Besonders bemerkenswert sind die Zugriffszahlen: Angeblich nutzen über 50 % aller Mitglieder täglich den Dienst, gar 93 % monatlich. Die Quellen für all das Zahlenwerk sind allerdings intern, IVW und AGOF sollen erst in Zukunft ins Spiel kommen.
Die Werbemöglichkeiten rund um den Geldbeutel des aktiven Studenten hingegen sind wenig spektakulär. Neben den klassischen Werbemitteln werden auch Werbeformen rund um Gruppen und Profile angeboten. Alles in allem Möglichkeiten, die große Portale schon lange bieten. Präsentiert werden die Werbemöglichkeiten anhand schillernder Beispiele, deren Ergebnisse sich in der Praxis beweisen müssen.
Ich bin sehr gespannt, ob dieser eher klassische Weg Erfolg haben wird.
Wie hier bereits beschrieben, waren der Kollege Zander und ich in der letzten Woche in Köln auf dem Internet-Marketing-Stammtisch. An die zweihundert Gäste sollen sich dort zeitweise in der Lokalität befunden haben. Und auch, wenn es bei dieser speziellen Veranstaltung schon viel besser war als auf früheren Events dieser Art, war die Zahl der Publisher m.E. doch sehr, sehr gering. Das kann man auch auf der Teilnehmerliste noch erkennen.
Wie kommt es, dass sich Affiliates, insbesondere die, die Content-Portale betreiben, nur in Ausnahmefällen auf Networking-Veranstaltungen einfinden? Haben die es nicht nötig oder wissen sie am Ende gar nichts davon, dass man auf Stammtischen nicht nur trinkt, sondern auch über Geschäfte spricht?
Leute, wenn Ihr Affiliate/Publisher seid, lasst Euch gesagt sein: “Ihr lasst das Geld und die guten Inhalte auf der Straße liegen, wenn Ihr solchen Veranstaltungen fern bleibt. Merchants, Agenturen und Netzwerke sind auf der Suche nach Euch. Und Affiliates mit Potenzial sind denen einiges wert. Die reisen z.B. mit mehreren Leuten durch die halbe Republik, nur um Abends 3-5 Stunden nach Euch zu suchen und mit Euch zu reden. Spezielle, inhaltliche Angebote und besondere Vergütungsmodelle lassen sich am besten im direkten Gespräch aushandeln.
Wer nicht weiß, wann solche Networkingveranstaltungen sind, findet einige davon auch immer in unserem Terminkalender oben rechts auf der Seite. Wer sich nicht traut einfach dort aufzutauchen, kann sich gerne bei uns melden. Wir nehmen Euch dann an die Hand wenn wir zum nächsten Stammtisch gehen.
Der Launch der neuen Suchmaschinenmarketing-Plattform Yahoo SM steht nun auch in Deutschland kurz bevor. Bereits im August 2006 wurden auf der SES (Kongress für Suchmaschinen) die neuen Features vorgestellt, die sich im Allgemeinen sehr genau an dem Wettbewerber Google AdWords orientieren. Das transparente Gebotssystem wird ebenfalls um einen Qualitätsindex ergänzt, sodass zunehmend Relevanz belohnt werden soll. Sehr positiv ist, dass bestehende Google-Kampagnen relativ einfach zu Yahoo importiert werden können. So entfällt zumindest ein aufwendiges Anpassen für die unterschiedlichen Dienstleister und die Kampagnen werden insgesamt vergleichbarer.
Große Werbepartner im Such- und Content-Netzwerk wurden jedoch nicht hinzu gewonnen und so wird es meiner Meinung nach schwierig werden, trotz der neuen Plattform aufzuholen. Die neuen Funktionen sind definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, zumal einige von ihnen deutliche Vorteile zu Google bieten. So basieren beispielsweise Schätzungswerte immer auf dem eigenen Konto und nicht wie bei Google auf generellen Durchschnittswerten.
Scribd soll die größte offene Text-Bibliothek werden - und ist auf dem besten Weg dorthin. Ähnlich wie bei der Videoplattform YouTube ist es hier möglich, eigene Dateien in allen gängigen Textformaten hochzuladen und anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Dass hierbei nicht nur eigene Texte hochgeladen werden, sondern es sich auch um urheberrechtlich geschütztes Material handeln kann, dürfte jedem klar sein. Zwar lassen sich Texte wesentlich leichter anhand von Filtern kontrollieren, aber Eingescanntes unterliegt ähnlichen Schwierigkeiten wie die Videos.
YouTube (Google) wird zurzeit beispielsweise von dem US-Konzern Viacom wegen Veröffentlichung illegaler Videos verklagt während man auf Scribd komplette Sonderausgaben des “Playboys” findet. Deutsche Verlage wollen das Portal zunächst beobachten und glauben nicht, dass es zu einer Abnahme der Leserschaft führt. Vielmehr sollte man hier die Chancen erkennen, einen weiteren Vertriebskanal aufzubauen und elektronische Dokumente weiter zu etablieren.
Die Produktsuchmaschine “Froogle” aus dem Hause Google heißt seit Neuestem schlicht und ergreifend “Produktsuche”. Dieser Dienst ist schon seit November 2004 im deutschen Markt (in den USA sogar schon seit 2002!) und immer noch im Beta-Stadium.
Als Grund für das Rebranding mag wohl gelten, dass die User Name “Froogle” keinerlei Bezug zu dem Nutzen des Dienstes erkennen konnten. Schon vor einiger Zeit wurde der Link zu “Froogle” von der Google Startseite entfernt - und nun unter neuem Namen wiederbelebt.
Ob dadurch jedoch die Nutzung steigen wird, ist fraglich. Vielleicht jedoch kann der Bezahldienst “Google Checkout” aber noch einmal frischen Wind hineinbringen? Es bleibt spannend…
Google wartet nach zahlreichen kleineren und größeren Neuerungen im Rahmen von AdWords wieder mit einem neuen Marketing-Tool auf. Der so genannte Webseiten Optimierer (der zurzeit noch im Beta-Stadium ist) erlaubt es, unterschiedliche Varianten von Zielseite der Anzeigenwerbungen hinsichtlich ihrer Conversion-Rate zu testen.
Dabei wird die Webseite zunächst per Quellcode in Bereiche unterteilt - wie beispielsweise eine Überschrift, einen Haupttext und Bilder. Anschließend wird noch definiert, was als Conversion zu werten ist und schon kombiniert Google beim Aufruf der Webseite gezielt die Bereiche untereinander und stellt die gewonnenen Daten in der gewohnten AdWords/Analytics-Oberfläche dar. Ist eine deutliche Tendenz zu erkennen, kann die ideale Variante als feste Zielseite eingerichtet werden.
Das Tool ist bereits für deutsche Konten verfügbar, auch wenn die Übersetzungen teilweise noch etwas holprig klingen. Weitere Informationen und Demo
Gestern war es soweit: Hitflip hatte zum Stammtisch geladen und alle waren gekommen. Mit diesem Andrang hatten die Veranstalter nicht gerechnet, für den nächsten Stammtisch muss wohl eine größere Lokalität her. Es war unglaublich voll, aber auch ein richtig netter Abend. Danke an die Veranstalter.
Hier ein paar Fotos, mehr war ob der Enge nicht drin, da hätte man ein Fisheye gebraucht, aber das sieht dann ja auch nicht aus:
“Auf gut Glück” suchen? Sich auf social search verlassen? Wie sieht denn nun das Web 3.0 aus?
Wie oft hat man sich schon gewünscht, dass die “Künstliche Intelligenz” endlich mitdenken kann?
Wer wollte nicht schon immer einmal mit Google chatten?
In dem kuriosen Zukunftsvideo wird das virtuelle Google Brain vorgestellt - und ich bin mir gar nicht einmal so unsicher, dass Google schon in den Labs daran arbeitet ;).