Tintenkiller
Sonntag 27. Mai 2007 von Martina Meergans
Werbung in den eigenen Print-Medien, zumindest am heimischen Rechner. Nie wieder Druckerpatronen kaufen müssen. Und eine tolle Möglichkeit, regional und personalisiert zu werben? Das Ganze funktioniert so:
Es wird ein spezieller Treiber installiert, der sich zwischen den Drucker und den Rechner schaltet. Bei jedem Ausdruck wird sich mit der Datenbank des Anbieters PrintCast verbunden. Dort hat man natürlich vorher genau angegeben, wie viel man verdient, welche PC-Ausstattung man hat und wofür man sich sonst noch interessiert. Dann wird Werbung ausgesucht und diese dann gleich schön auf dem Papier platziert, indem der normale Inhalt einfach auf 80% verkleinert wird und die restlichen 20% eben dann Werbung sind. Pro Werbeausdruck werden im persönlichen Guthaben einige Cent gutgeschrieben, die man dann später gegen eine neue Tintenpatrone eintauschen kann. Besonders *toll*: Druckt man eine ganze Seite NUR mit Werbung aus, gibt es Sonder-Cents. Na klasse. Ich verballer meine Tinte, um Werbung auszudrucken und bekomm dann später neue Tinte. Im Sternchentext zu “kostenlos drucken” weist PrintCast dann noch auf Folgendes hin:
Sie müssen lediglich im passenden Maße Werbung ausdrucken.
Ich frage mich: Wie viel ist ein passendes Maß? Für eine ganzseitige Werbung erhalte ich 50 Cent, bei der ergänzenden Werbung hängt es davon ab, wie vollständig meine Registrierungsangaben sind und vermutlich auch, ob eine passende Werbung überhaupt vorliegt. Die Druckerpatrone gibt es dann für ca. 50 €, aber man kann - natürlich - den Differenzbetrag auch zahlen, wenn man sich erdreistet hat, zu viel ohne Werbung zu drucken.
Der Anbieter betont außerdem, dass es ja zur Müllvermeidung diene - da ja die Werbung hochpersonalisiert ausgeliefert wird und somit Streuverluste vermieden werden. Aha. Ohne Streuverluste kein Müll. Und so sieht dann beispielsweise eine ganzseitige Werbung aus (hoch personalisiert natürlich):
Da das Ganze nicht wie bei Online-Werbung relativ einfach trackbar ist, müssen Unternehmen hier wieder vermehrt mit Landingpages arbeiten - z.B. www.anbieter-xy.de/printcastangebot
Schließen möchte ich meinen Beitrag mit den Worten der PrintCast-Seite:
Die Revolution im Web 3.0!
Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 27. Mai 2007 um 11:01 und abgelegt unter aktuell, kurios. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.


Sonntag 27. Mai 2007 um 13:04
ein grandioses Angebot!
Ob die Software auch erkennt wenn ich in den PDF Drucker drucke …?
Montag 18. Juni 2007 um 17:41
Das klingt wirklich interessant, ich warte leider schon 4 wochen darauf freigeschaltet zu werden. Irgendwie schade, ich würd dort auch gern werben aber ohne es einmal getestet zu haben ist mir das dann doch zu mutig .-)