RobotReplay - UsabilityTesting2.0
Mittwoch 30. Mai 2007 von Henrik Teichmann
Der amerikanische Anbieter RobotReplay bietet die Möglichkeit Ihre Besucher auf der Webseite in Echtzeit zu “verfolgen”. Durch ein kleines JavaScript wird eine AJAX Komponente geladen, die es ermöglicht jede Mausbewegung zu erfassen, z.B. auch Formulareingaben. Durch die gewonnen Daten kann das Klickverhalten jedes einzelnen Benutzer analysiert und ausgewertet werden. Gerade das Tracking der Formulareingaben ermöglicht es Absprungraten genauer zu tracken und das Formular evtl. gezielt zu verändern. Auch kann anhand der Mausbewegungen gut eingeschätzt werden wie leicht die interaktiven Elemente einer Webseite gefunden werden.
Datenschutzrechtlich ist das ganze natürlich nicht unbedenklich, gerade die Übertragung der Formulardaten an RobotReplay wirkt nicht gerade vertrauenswürdig. Es wäre zu wünschen das die Daten anonymisiert werden, und ausserdem über eine gesicherte https Verbindung vermittelt werden.
Ein wirklich interessantes Werkzeug fuer den offenen Beta-Test einer Webseite und Optimierung derselben.
via Uwe Tippt .
Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 30. Mai 2007 um 10:11 und abgelegt unter aktuell, praxis. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

Mittwoch 30. Mai 2007 um 11:17
Aus Sicht der Usability-Analyse ist das auf jeden Fall ein grandioses Tool. Wenn ich das richtig verstanden habe, erhält man für jeden Besucher ein Video. Die Auswertung stelle ich mir dann allerdings ein wenig aufwändig vor. Technisch sollte es aber kein Problem sein, ein Analyse-Tool dahinter zu setzen, das detaillierte Ergebniszusammenfassungen liefert.
Wenn ich mal die Datenschützer-Kappe überstreife, sträuben sich mir allerdings die Nackenhaare. Vor allem die Übertragung von Passwörtern als Klartext geht ja gar nicht.
Mittwoch 30. Mai 2007 um 12:42
Solange die Videos nur dem Anbieter zugänglich sind, sehe ich noch kein allzu großes Problem in der Passwort-Frage - immerhin hat man als Anbieter die Passwörter seiner Nutzer ja sowieso und ein anderer kann den erforderlichen Code auf der Webseite ja nicht einbinden…