Guerilla Marketing 0.1

Freitag 1. Juni 2007 von Michael Zander

Heute vor 40 Jahren erschien das legendäre Beatles-Album “Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“. Für das ARD-Morgenmagazin, das mich im kleinen Fenster auf dem Zweitmonitor in den Tag begleitete, war das ein Tagesthema wert. Studiogäste, Zeitzeugen und kleine Filmchen beleuchteten noch einmal die Hintergründe. Besonders unterhaltsam fand ich die Legenden und Verschwörungstheorien rund um Paul McCartney (Paul is dead) und die auf der Scheibe versteckten Botschaften.
Viele hielten das ganze Mysterium rund um Gruppe und Album für eine Marketing-Kampagne der besonderen Art. Und die hat doch wunderbar funktioniert – ganz ohne Blogs, social Web, Communities und ähnlichen Schnickschnack. Es gab noch nicht mal ein Internet.
Mich lässt der Gedanke nicht los, wie es ausgesehen hätte, wenn das Album 40 Jahre später erschienen wäre. Beatles-Watchblog, Beweise und Indizien bei Youtube, Forumsdiskussionen, Auseinandersetzungen in Communities – das volle Programm eben. Schneller wäre es auf jeden Fall gegangen, viel mehr Menschen hätten sich aktiv beteiligt. Ob das Ergebnis, eines der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte, erreicht worden wäre, möchte ich bezweifeln. War früher möglicherweise doch alles besser, oder war allein die Musik entscheidend und der Marketing-Kram drumrum eher unbedeutend?

Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 1. Juni 2007 um 12:16 und abgelegt unter kurios, trends. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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