Yahoo wollte Google kaufen
Dienstag 19. Juni 2007 von Michael Zander
Der Deal sollte allerdings nicht gestern oder letzte Woche, sondern bereits im Jahr 2002 über die Bühne gehen. Der Kaufpreis im einstelligen Milliardenbereich war Yahoo-Chef Semel allerdings zu hoch, heute liegt der Börsenwert von Google bei 145 Milliarden Dollar…
Dieser und zahlreiche andere Fehler wurden Terry Semel jetzt zum Verhängnis. Gestern warf der ehemalige Hollywood-Manager die Brocken hin. Er fühlt sich den Vorwürfen, keinen Plan zu haben, an Google dranzubleiben, nicht gewachsen.
Diese Aufgabe - über Jahre durch Versäumnisse und Fehlentscheidungen wohl unlösbar geworden - übernimmt jetzt der einstige Yahoo-Co-Gründer Jerry Yang. Ich weiss nicht, was man ihm wünschen soll, Glück alleine wird nicht reichen …
Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 19. Juni 2007 um 19:20 und abgelegt unter aktuell, trends. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

Dienstag 19. Juni 2007 um 20:12
Yahoo! sollte man nicht unterschätzen, die sind zwar der ewig Zweite - aber wenn mal irgendwann jemand Google vom Tron stoßen wird, wird Yahoo seine Position behalten können. Yahoo! hat schließlich das geschafft was Google nicht hinbekommt, ein ordentliches CI mit einem runden Angebot und eine treue Community.
Mittwoch 20. Juni 2007 um 08:41
Natürlich darf man Yahoo nicht unterschätzen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob dieses Suchmaschine-Portal-Community-Magazin-Dienstleister-undwasweissichnoch-Konstrukt der richtige Weg ist. Ich halte den Google-Ansatz - Positionierung als Suchmaschine mit innovativen Ergänzungen und tollen Tools - für die bessere Strategie. Ich kann mir bei bestem Willen nicht vorstellen, dass es in absehbarer Zeit jemandem gelingen kann, an der Google-Macht zu kratzen. Das mag man bedauern, hilft aber nichts …
Mittwoch 20. Juni 2007 um 15:05
Das funktioniert bei Yahoo! ja schon ein paar Jahre, die sind m. E. eine Art zweites AOL, und haben damit ihren eigenen Markt geschaffen.
Das Problem bei Google ist, so sehe ich das zumindest momentan, das es keine klare Positionierung gibt. Frueher stand bei Google in der Firmenbeschreibung mal drin das Google nur Verweise zu Inhalten liefern moechte, aber keine eigenen Inhalte. Dieser Passus wurde inzwischen gestrichen: http://www.google.com/corporate/tenthings.html - es wird imho zu einem weiteren Portal a la Yahoo und vernachlaessigt immer mehr die Kernkompetenz in der Suche. Die Panik die momentan Google bei dem Thema Linkbuilding hat, spricht dafuer das keine richtige Loesung fuer das Problem in Aussicht ist.