Eben trudelt der Service-Newsletter von Bild.de in mein Postfach. Keine Ahnung, wann und vor allem warum ich den mal bestellt habe. Egal, ich interessiere mich spontan für den schon im Betreff “Weihnachten: Die Tricks der Supermärkte” angeteaserten Artikel.
Der Informationsgehalt des Artikels enttäuscht dann doch. Das hat man alles schon gewusst oder zumindest mit gesundem Menschenverstand erklären können. Zu denken gibt mir lediglich der folgende Absatz:
Supermärkte engagieren Spezialisten, die während des Weihnachtsgeschäfts ausschließlich damit beschäftigt sind, Beleuchtung, Hintergrundmusik, Gerüche und Einrichtung zu optimieren, bis der Kunde nur noch eines im Sinn hat: kaufen, kaufen, kaufen.
Warum zum Teufel machen die das denn nicht das ganze Jahr über, wenn es doch so einfach ist? Was machen diese Spezialisten in den 11 Nicht-Weihnachtszeit-Monaten? Verdienen die so gut, dass sie den Rest des Jahres auf den Osterinseln neue Weihnachtstricks ersinnen?
Fragen über Fragen, auf die der Artikel leider keine Antworten gibt. Mich persönlich würde allerdings noch mehr interessieren, wie ich diese Tricks in einen Onlineshop übertragen kann. Den könnte ich dann nämlich auch in der Weihnachtszeit selbst von den Osterinseln aus mit frischen Düften, Mogelverpackungen oder Quengelware an der Kasse versorgen.
Es gibt ja immer wieder Versuche im Suchmaschinenmarkt, Google den Rang abzulaufen. Und da muss man sich natürlich schon was einfallen lassen. Redzee versucht es scheinbar mit Niedlichkeitsfaktor und bedient sich dazu eines Zebras, das den Suchenden lustig angrinst. Dazu gesellt sich dann noch die Unterscheidung von “Search 1.0″ und “Search 2.0″. Durch Ausprobieren findet man dann heraus: 1.0 zeigt die Ergebnisse in gewohnter Auflistung, liefert dazu noch einen kleinen Screenshot der jeweiligen Ergebnisseite mit. 2.0 erfordert mehr Geduld, denn hier braucht es erst einmal eine Weile bis die vielen Bildchen geladen werden - die Ergebnisse werden als größere Screenshots dargestellt, die man “durchscrollen” kann. Hinter Search 2.0 hatte ich eigentlich irgendwas mit User-gestützten Ergebnisse erwartet…
Im Fazit finde ich das Suchen zwar lustig, aber die Qualität der Suchergebnisse hat mich nicht überzeugt. Auch die 2.0 Suche konnte mich nicht überzeugen, denn die Ladezeiten waren für meine Verbindung einfach gigantisch - bis ich hier das “richtige” Ergebnis für mich anklicken kann, habe ich bei Google schon 2-3 Seiten abgesurft. Schade eigentlich.
Wie die Patenkinder der Kindernothilfe leben, wie sie ihre Welt sehen und was die Hilfe bewirkt, können Paten und Interessierte ab dem 1. Dezember 2007 im direkten Kontakt im Internet sehen. Gemeinsame Plattform wird die neue Community www.kindereinerwelt.de. Auf dieser Seite soll die unverfälschte Sicht der Kinder durch Tagebücher und selbst geschossene Fotos in Form von Blogs zugänglich gemacht werden.
Für den Start haben die Initiatoren zunächst 1.000 Einweg-Kameras und Tagebücher an Kinder in unterschiedlichen Projekten der Kindernothilfe verschickt, die ersten sind schon wieder zurück. In den nächsten Monaten werden weitere Kamera-hin-und-her-Verschick-Aktionen in verschiedene Länder folgen. Die Bilder und Tagebücher werden digitalisiert und in das Blog gestellt.
Paten, Kinder und Interessierte finden dann Fotografien, selbst gemalte Bilder und Textbeiträge auf der Webseite. Die Kindernothilfe achtet darauf, dass die Rechte der Kinder in jeder Phase des Projektes gewahrt werden und dass personenbezogene Daten geschützt werden.
Für die Paten beschleunigt sich die Kommunikation mit ihren Patenkindern, sie bekommen ein lebendigeres Bild von deren Welt. Für Interessierte oder zukünftige Paten wird mit Kindereinerwelt.de die Möglichkeit geschaffen, sich eine klare Vorstellung von der Verwendung der Spenden zu machen. Nicht zuletzt bekommen die Kinder eine Stimme - ihre eigene Darstellung ihres Lebens wird hier ernst genommen und weltweit zugänglich gemacht.
Die Kindernothilfe beschreitet hier einen für Hilfsprojekte neuen Weg ins bisher nicht in diesem Maße genutzte Web 2.0. Ich finde das begrüßenswert.
Der Internetauftritt der Deutschen Bahn kann sich über wachsende Besucherzahlen freuen. Der Hintergrund ist aber leider nicht, dass Autofahrer nun vermehrt auf die umweltfreundliche Beförderungsvariante umsteigen. So suchen sich sorgende Pendler und Reisende nach Streikankündigungen, Ersatzfahrplänen und ähnlichem.
“Wir als Vermarkter von Bahn.de sind also eher Nutznießer der derzeitigen Lage”, so Rasmus Giese, Geschäftsführer des Hamburger Online-Vermarkters Orangemedia. Was bleibt dem Vermarkter auch anderes übrig, schließlich kann man jetzt wohl kaum von einem “positiv aufgeladenen Umfeld für Ihre Werbung” sprechen, oder? Dennoch haben einige Kunden wohl schon ihre Kampagnen ausgeweitet, denn immerhin gehört Bahn.de zu den reichweitenstärksten Webseiten im deutschen Internet - und jetzt erst recht.
Robert Basic, mit Basicthinking einer der erfolgreichsten Blogger Deutschlands, startet - wohl aus Verzweiflung, weil es sowas noch nicht gibt - ein neues Projekt. Unter der Domain www.das-war-nicht.net soll es Kunden und Firmen demnächst möglich sein, sich in einem Blog gegenseitig zu beschimpfen übereinander zu beschweren.
Und wenn es denn erfolgreich werden sollte, möchte Basic sich keinesfalls als Ober-Verbraucherschützer neu positionieren, sondern das Projekt vielleicht dem Verbraucherschutz übergeben - sehr uneigennützig, oder ist “Übergabe” nur ein anderes Wort für Verkauf?
Zugegeben, die Idee ist gut: Sie bildet allerdings ein sehr dünnes Eis, auf das sich der Alpha-Blogger da begibt. Unabhängig von der Frage, wie es gelingen soll, Firmen und ihre Kunden für beide Seiten befriedigend unter einem Dach zu vereinen, stellt sich der altbekannte Konflikt:
Sollte es Basic gelingen, diesen Konflikt zu lösen, steht einem außerordentlichen Erfolg wohl nichts im Wege. Ich wünsche ihm viel Glück, hege aber ernste Zweifel. Eins steht allerdings jetzt schon fest: Die Juristerei wird ihren Spaß daran haben Reibach damit machen.
Nicht wenige Kunden schrecken bei ihrer Anzeigenschaltung innerhalb von AdWords davor zurück, auch das Content-Netzwerk zu aktivieren. Der Grund ist einfach erklärt: Man unterstellt den Webseiten-Betreibern häufig Klickbetrug - sie klicken einfach auf ihre eigenen Anzeigen, um Profit zu generieren. In Einzelfällen mag das natürlich auch vorkommen, dennoch tut Google schon einiges, um derartige Klicks zu erkennen und den Kunden nicht in Rechnung zu stellen.
Nun wird ein weiterer Filter eingebaut, der zwar nicht vor dem vorsätzlichen Betrug durch AdSense-User schützt, aber dennoch das Risiko von versehentlichen Klicks reduzieren soll. Somit ist der klickbare Anteil von Anzeigen im Content-Netzwerk nun “nur noch” auf die Headline und die sichtbare URL beschränkt - vorher konnte auch der Text und Anzeigenhintergrund angeklickt werden.
Eine Mischung aus Skyscraper und Content Ad, genannt Homepage Buster, setzt sich immer mehr durch. Bereits mehrere Portale bieten diese brandingstarke Werbeform an.
Interaktive Teilnahme an Gewinnspielen, Abstimmungen und mehr einfach von der Couch aus. Die Betty-Fernbedienung machte es möglich. Doch die Schweizer und Deutschen nahmen das neue Modell nicht an - viel lieber schreiben sie doch SMS von ihrem Handy aus. Daher ist jetzt Schluß mit Betty.
Interaktives Fernsehen ist ja schön und gut, aber so eine Zwischenlösung mit einer Fernbedienung hat mich nie überzeugt. Dann doch im Moment lieber mit dem “medialen Bruch” leben und das Internet nutzen. Viele Nutzer sitzen sowieso vor dem Rechner, wenn sie fernsehen oder haben ihr Laptop in greifbarer Nähe. Somit wird Fernsehen - wie auch das Radio - immer mehr zum “Hintergrundmedium”.