Google CPC-Placement-Targeting

Donnerstag 8. November 2007 von Martina Meergans

Nach einer für Google-Verhältnisse relativ kurzen Beta-Phase steht jedem AdWords-Nutzer ab sofort die webseitenbezogene Werbeschaltung auch auf CPC-Basis zur Verfügung:

CPC-Gebote und ein neuer Name
Die website-bezogene Ausrichtung von AdWords wird nun als Placement-Targeting (Ausrichtung auf Anzeigenplatzierungen) bezeichnet. Darüber hinaus haben wir CPC-Gebote hinzugefügt, sodass Sie für jeden Klick oder pro 1000 Impressionen für Ihre placement-bezogenen Anzeigen bezahlen können.

Die “Sitetargeting”-Kampagnen erlauben es, Anzeigen im Content-Netzwerk von Google nicht mehr auf Keyword-Basis zu buchen, sondern die Seiten gezielt auszuwählen. Bisher war es hier jedoch nur möglich, per Impressions zu bezahlen, wobei ebenfalls ein Gebotsmechanismus zugrunde gelegt wird. Viele Kunden schreckten daher vor dieser Art der Anzeigenschaltung bei Google zurück, da ohne die gewohnte CPC-Abrechnung für den Kunden weitestgehend nicht planbar war, wie viel nun ein Klick kostet.

Mit dem neuen Abrechnungmodell wird das Content-Netzwerk von Google wesentlich attraktiver, da man wie gewohnt per CPC bucht, aber die Webseiten selbst aussuchen kann. Nach wie vor können neben Textanzeigen auch Imageanzeigen wie Banner oder Skyscraper geschaltet werden, sofern die ausgewählte Webseite dies zulässt. Google nährt sich damit weiter an die “klassische Vermarktung” an, indem nach Zielgruppen statt nach Keywords ausgesteuert wird - schon lange ist man ja schließlich in Mountain View scharf auf die Branding-Budgets dieser Welt…

Ich selbst habe mich auf diese Neuerung gefreut und auch schon am Betatest teilgenommen. War das Content-Netzwerk vorher ein “anonymer Haufen”, dem jeder Kunde prinzipiell erstmal Klickbetrug unterstellt hat, mausert es sich mittlerweile zu einem Superhelden in Sachen Reichweite UND Planbarkeit. Natürlich kann auch weiterhin das Content-Netzwerk gebucht werden, ohne gezielt Seiten auszuwählen - man verlässt sich einfach auf die Google-Technologie ;).

Zu guter Letzt noch meine Tipps zu Placement-Targeting-Kampagnen:

  • Werden Textanzeigen im CPM/TKP-Modell geschaltet erhalten sie Massen an Impressions, da jeder AdSense-User die Textanzeigen zulässt. Für CPM-Geschichten also wie gehabt lieber auf Image-Anzeigen setzen.
  • Wenn Webseiten für das Targeting ausgesucht werden, dann am besten mehrere Anfragen NACHEINANDER starten, denn Google zeigt nur eine max. Anzahl an Seiten an, obwohl es noch andere passende Seiten gäbe.
  • Es gibt zurzeit noch kein Tool, welches das einfach “Stöbern” nach Webseiten erlaubt. Man muss also zunächst eine Kampagne erstellen, um darauf Zugriff zu haben oder man holt sich direkt bei Google eine Schätzung. Ich empfehle auf jeden Fall die Kampagne zu erstellen, im schlimmsten Fall kann sie immer noch verworfen/gelöscht/pausiert werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 8. November 2007 um 07:37 und abgelegt unter aktuell, praxis. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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