E-Mail an der Zielgruppe vorbei

Mittwoch 19. Dezember 2007 von Michael Zander

Eben aus meinem Junk-Mail-Filter gefischt:

Betreff: Persönliche Vorladung zur Fahrprüfung für xxxxxxxx@xxxxxxx.xx

Guten Tag,

Sie als Inhaber der E-Mail-Adresse xxxxxxxx@xxxxxxx.xx werden hiermit zur Fahrprüfung vorgeladen. Nutzen Sie folgenden Link zur Teilnahme:

http://www.xxxxxxxxxxxx.xxx

Sie werden gebeten, die Prüfung sofort durchzuführen und abzuschließen. Bitte benutzen Sie folgenden Link:

http://www.xxxxxxxxxxxx.xxx

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Führerscheinstelle
von www.xxxxxxxxxxxx.xxx

Mal ganz davon abgesehen, dass es sich um einen Abzock-Versuch der übelsten Sorte handelt (96 Euro für einen Pseudo-Führerscheintest mit wahrscheinlich aus den Prüfbögen geklauten Fragen), wundere ich mich, wie man so konsequent an der Zielgruppe vorbei schreiben kann.

In der Gruppe der über 18-Jährigen, jüngere können nicht teilnehmen, dürfte es gefühlte 2 % geben, die nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sind. Davon werden sich gefühlte 80 % sehr bewußt und absichtlich in diesem Zustand befinden. Von den verbleibenden 0,4 % der gesamten Zielgruppe werden 95 % genau wissen, dass sie eine Fahrprüfung nicht im Internet ablegen sollten. Bleiben 0,02 % übrig. Davon werden wiederum 95 % intelligent genug sein, nicht auf den plumpen Stil der Mail hineinzufallen. Wenn man an dieser Stelle noch nicht bei nahezu Null angekommen wäre, könnte man noch auf die Aufmachung der Seite, den horrenden Preis und die frechen Geschäftsbedingungen eingehen.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 19. Dezember 2007 um 12:59 und abgelegt unter aktuell. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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