Donnerstag 7. Februar 2008 von Michael Zander
Im Vorfeld der 2007 erstmals in Hamburg stattfindenden ad:tech in Hamburg hatte ich hier die Frage gestellt, ob eine solche Messe als Ergänzung zur etablierten OMD erforderlich ist.
Alle Beteiligten des Vorjahres, mit denen ich gesprochen habe, hielten die Veranstaltung für gelungen. Keine absolute Begeisterung, eher dezente Zufriedenheit. Den Veranstaltern hat das offensichtlich nicht gereicht, sie haben die ad:tech 2008 in Hamburg gestern abgesagt, die Veranstaltungen in den anderen Ländern sind davon nicht betroffen. Auf der offiziellen Homepage ist davon noch nichts zu finden, aber Karsten ist als Medienpartner der Veranstaltung darüber informiert worden.
Ich finde das bedauerlich, im letzten Jahr war es wirklich nett. Am Rande der Diskussion in Karstens Blog scheint sich übrigens ein Hamburg-Treffen anzubahnen, das bestimmt auch sehr interessant werden kann …
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Freitag 1. Februar 2008 von Martina Meergans
Die Musikindustrie kann aufatmen. Wie zu erwarten wurden die Vertriebswege für Liedgut weiter ausgebaut nachdem durch illegale Musik-Downloads ein tiefes Loch in die Bilanzen gerissen wurde. Merchandise und Live-Auftritte waren seitdem mehr oder weniger die Haupteinnahmequelle. Um jedoch weiterhin die Notenware gegen Bares unter die Leute zu bringen, bedient man sich nun dem Spieltrieb.
Zugegeben: Das hat natürlich erst einmal nicht viel mit Online-Marketing zu tun. Denn in diesem Fall rede ich nicht vom x-ten MP3-Kaufportal. Es geht ums zocken, ums gamen. Das nämlich lieben die Menschen auf der ganzen Welt.
Da wartet beispielsweise die Playstation mit allerlei “Singstar”-Varianten auf uns: Bekannte Songs können mit einer Spielekonsole am heimischen Rechner gesungen werden, Typ ‘Karaoke im Privathaushalt’. Die Bandbreite reicht über fast alle Genres, von Ski-Hütten-Gejohle bis hin zu Rockballaden.
Und nun geht es in die nächste Runde. Im neuen Spiel “Rock Band” ist es mit Singen allein nicht mehr getan. So sind hier auch Schlagzeug und Gitarre als Zubehör erforderlich und laden zum “Nachspielen” der Songs ein. Will man sein Spiel mit neuen Songs erweitern, wählt man einfach aus dem Online-Angebot: Zurzeit werden wohl täglich drei neue Songs veröffentlicht. Und das Downloaden lassen sich die Anbieter natürlich bezahlen.
“Laut Hersteller wurden online bereits mehr als 2,5 Millionen Musikstücke verkauft und es ist noch kein Ende in Sicht. Durch die geschlossenen Verträge mit EMI, Sony BMG, Universal, Warner und anderen kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass der Nachschub an neuen Songs gesichert ist,” so rockband-game.de
Mit solchen und ähnlichen Konzepten dürfte also dem voranschreitenden Online-Vertrieb, auch und insbesondere im Game-Bereich nichts mehr im Wege stehen.
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