Da sehe ich gerade auf YouTube.com einen schönen Skyscraper (sieht Bild links), der mich auffordert, am großen C.M.O.N.S.-Contest teilzunehmen und ein Fan-Video auf YouTube zu stellen.
Interessiert klicke ich und lande auf der entsprechenden Contestseite. Dort lese ich dann, dass beworbene Aktion bereits abgelaufen ist und die Gewinner feststehen.
Ein Upload von Beiträgen ist jetzt nicht mehr möglich.
Den einzigen Sinn, den das Werbemittel für mich also noch erfüllte ist, dass ich nun von einer neuen Aktion weiß, über die ich mich in dem Newsletter - wenn ich ihn denn abonniere - informieren kann. Ergebnis: Ärgerlich, wenn man nicht das auf der Zielseite vorfindet, was man erwartet.
Die neue Aktion hätte man besser in ein eigenes Werbemittel verpackt und die alten dafür rechtzeitig rechtzeitig offline genommen. Gerade für eine so große Marke wie Opel hätte ich auch bezüglich der Online-Werbung mehr erwartet - gerade auch, wenn es sich um so eine innovative Web-2.0-Geschichte handelt.
Für den nächsten Flight rate ich also zu mehr Timing. Schließlich ist das online viel besser zu handhaben, als in klassischen Medien und kann quasi minutengenau ausgesteuert werden.
Eben bei einem Blick in die Seitenstatistik entdeckt: Wer bei Google nach “adwords preview” sucht, der findet Tinas Beitrag zum AdWords Preview-Tool auf Position zwei vor der Google-Seite zum Thema - echt lustig:
Eines der momentan erfolgreichsten Blogs im deutschsprachigen Raum ist das Bestatterweblog. Unter dem Pseudonym “undertaker” beschreibt ein Bestatter Geschichten aus seinem Alltag. Der interessante Themen-Mix und vor allem seine wirklich ausgezeichnete Schreibe hievten ihn schnell in die Top10 der Blog-Charts. Das hat ihm nicht nur hervorragende Besucherzahlen eingebracht, sondern auch ein reges Interesse der Medien.
Jetzt gewährt Tom, wohl der Vorname des Undertakers, einen Blick auf die Schattenseiten des erfolgreichen Bloggens. Neben ignoranten Fragestellern, die einfach zu faul oder zu dumm sind, die Suche zu benutzen, geht es vor allem um Verlinkungsanfragen und Werbung. Aus fachlicher Sicht gefällt mir vor allem die folgende Passage:
“…betreiben wir einen Internetshop mit wunderschönen XYZ und es wäre doch eine Bereicherung Ihres Weblogs, wenn Sie an exponierter Stelle, etwa durch einen Flashbanner auf der Hauptseite, auf unsere Produkte hinweisen würden. Für das Zuverfügungstellen der Werbemittel würden wir in Ihrem Falle auch nichts berechnen. Wir verrechnen die Kosten hierfür stets nahtlos mit den Provisionen.”
Eben bin ich auf der Suche nach einer Quelle im Pressezentrum von Google Deutschland gelandet. Was ich da sehe, erinnert mich an die zahlreichen Ruinen der letzten Web-Blase, die nur zufällig keiner gelöscht hat. Die letzte Meldung ist älter als ein Jahr, da hat ja der örtliche Taubenzüchterverein mehr zu melden.
Setzen die bei Google auf die Eigeninitiative der schreibenden Zunft oder ist es einfach Arroganz? Ein kurzer Blick über den großen Teich beruhigt mich, es scheint sich mehr um ein regionales Problem der deutschen Pressestelle zu handeln - Google lebt!
Eben trudelt der Service-Newsletter von Bild.de in mein Postfach. Keine Ahnung, wann und vor allem warum ich den mal bestellt habe. Egal, ich interessiere mich spontan für den schon im Betreff “Weihnachten: Die Tricks der Supermärkte” angeteaserten Artikel.
Der Informationsgehalt des Artikels enttäuscht dann doch. Das hat man alles schon gewusst oder zumindest mit gesundem Menschenverstand erklären können. Zu denken gibt mir lediglich der folgende Absatz:
Supermärkte engagieren Spezialisten, die während des Weihnachtsgeschäfts ausschließlich damit beschäftigt sind, Beleuchtung, Hintergrundmusik, Gerüche und Einrichtung zu optimieren, bis der Kunde nur noch eines im Sinn hat: kaufen, kaufen, kaufen.
Warum zum Teufel machen die das denn nicht das ganze Jahr über, wenn es doch so einfach ist? Was machen diese Spezialisten in den 11 Nicht-Weihnachtszeit-Monaten? Verdienen die so gut, dass sie den Rest des Jahres auf den Osterinseln neue Weihnachtstricks ersinnen?
Fragen über Fragen, auf die der Artikel leider keine Antworten gibt. Mich persönlich würde allerdings noch mehr interessieren, wie ich diese Tricks in einen Onlineshop übertragen kann. Den könnte ich dann nämlich auch in der Weihnachtszeit selbst von den Osterinseln aus mit frischen Düften, Mogelverpackungen oder Quengelware an der Kasse versorgen.
Der Internetauftritt der Deutschen Bahn kann sich über wachsende Besucherzahlen freuen. Der Hintergrund ist aber leider nicht, dass Autofahrer nun vermehrt auf die umweltfreundliche Beförderungsvariante umsteigen. So suchen sich sorgende Pendler und Reisende nach Streikankündigungen, Ersatzfahrplänen und ähnlichem.
“Wir als Vermarkter von Bahn.de sind also eher Nutznießer der derzeitigen Lage”, so Rasmus Giese, Geschäftsführer des Hamburger Online-Vermarkters Orangemedia. Was bleibt dem Vermarkter auch anderes übrig, schließlich kann man jetzt wohl kaum von einem “positiv aufgeladenen Umfeld für Ihre Werbung” sprechen, oder? Dennoch haben einige Kunden wohl schon ihre Kampagnen ausgeweitet, denn immerhin gehört Bahn.de zu den reichweitenstärksten Webseiten im deutschen Internet - und jetzt erst recht.
Interaktive Teilnahme an Gewinnspielen, Abstimmungen und mehr einfach von der Couch aus. Die Betty-Fernbedienung machte es möglich. Doch die Schweizer und Deutschen nahmen das neue Modell nicht an - viel lieber schreiben sie doch SMS von ihrem Handy aus. Daher ist jetzt Schluß mit Betty.
Interaktives Fernsehen ist ja schön und gut, aber so eine Zwischenlösung mit einer Fernbedienung hat mich nie überzeugt. Dann doch im Moment lieber mit dem “medialen Bruch” leben und das Internet nutzen. Viele Nutzer sitzen sowieso vor dem Rechner, wenn sie fernsehen oder haben ihr Laptop in greifbarer Nähe. Somit wird Fernsehen - wie auch das Radio - immer mehr zum “Hintergrundmedium”.
Das könnte man meinen, wenn man sich die Seite von Klonstar anschaut:
Aber weit gefehlt. “Weil einfach einfach lustig ist” - in Anlehnung an den eigenen Claim nimmt Simyo hier die Nachmacher auf dem Markt der klar strukturierten Billigtarife auf die Schippe. Da hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht und eine rundum stimmige Seite gebastelt, auf der man immer wieder überrascht und zum Schmunzeln angeregt wird.
Ich finde: Eine wirklich nett gemachte Kampagne, die sich positiv abhebt von immer tolleren Handy-Angeboten und Super-Bundles der Machart “2 Handys + Playstation + Wasserkocher für sage und schreibe 0 Euro!”