Es sind nur noch ein paar Tage, dann findet sie wieder statt: Die wichtigste Messe für die Online-Marketing-Branche. Dann wandern die Internet-Jünger wieder in Scharen nach Düsseldorf, entweder, um selbst an einem Stand präsent zu sein oder um bei den freundlichen Kundenbetreuern Informationen einzuholen.
Und natürlich freut man sich auch auf die angesagten Partys, wie die legendäre OMD-Party, deren Karten so begehrt sind, dass einige einen ganzen Messetag dafür aufwenden, sich “irgendwo” noch ein Ticket zu schnorren.
Aber die OMD besteht schließlich aus mehr als Feiern: Mit zahlreichen Vorträgen und vertretenen Unternehmen der Branche hat man auch tagsüber die Chance, Kontakte zu knüpfen und sich an Ständen und in Vorträgen rundum über das Thema zu informieren.
Nicht verpassen sollte man übrigens den Affiliates-Stammtisch von metaapes, denn hier trifft man nicht nur die Affiliate-Branche in gemütlicher Atmosphäre, sondern man munkelt auch, dass ein neuer Modetrend hier vorgestellt wird. Man darf also gespannt sein!
Das BILDblog gehört bei sicher auch bei vielen unserer Leser schon lange zur Pflichtlektüre. Jetzt betätigen sich die Macher mal wieder als Trendsetter und wagen sich in die TV-Werbung. Herausgekommen ist ein toller Spot, der nicht nur durch die erstklassige Besetzung mit Anke Engelke und Christoph Maria Herbst (Stromberg) überzeugt:
Das sind die statistischen Eigenschaften des typischen deutschen Offliners. So berichtet der “(N)ONLINER Atlas 2007″, den TNS Infratest in Zusammenarbeit mit der Initiative D21 veröffentlich hat. Untersucht wurden Nutzung und Nichtnutzung des Internets, Strukturen und regiaonale Verteilung.
Hier kurz die Kernaussagen der Untersuchung:
Immer mehr Deutsche nutzen das Internet (39,2 Millionen online, 3,7 Millionen planen für das kommende Jahr).
Die Gruppe der Offliner macht 34,1% aus und zeichnet sich mehrheitlich durch die Merkmale in der Überschrift aus.
Das Ost-West-Gefälle der letzten Jahre bleibt bestehen.
Der Trend geht zu breitbandigen Internetzugängen.
Der Online-Anteil der über 50-jährigen wächst besonders stark.
Allen, denen diese Kurzversion nicht reicht, empfehle ich die komplette Studie mit stattlichen 88 Seiten. Sie kann auf der (N)ONLINER Atlas-Seite kostenlos als PDF heruntergeladen oder gegen einen frankierten Rückumschlag als Print geordert werden.
Mit der zunehmenden Popularität von XING steigt auch die Zahl der Mitglieder dort, die mit der Online-Branche nichts oder eher wenig zu tun haben. “Unsere kleine OpenBC-Kuschelecke” mausert sich zum Massenmedium. Das ist erst mal gar nicht schlimm, führt bei mir allerdings zu folgendem Phänomen:
Wie wohl viele andere auch beobachte ich Neuanmeldungen aus meiner Heimatstadt, meinem Wohnort oder anderen Zusammenhängen über Suchagenten. So treffe ich auf einige der oben beschriebenen Spezies. Der ein oder andere alte Bekannte bekommt dann eine Kontaktanfrage verbunden mit einer netten Begrüßung. Und dann passiert einfach nichts.
Offensichtlich ist vielen Neu-XINGlern gar nicht klar, wie das alles funktioniert. Nachfragen bestätigen diesen Eindruck: “Kontaktbestätigung? Benachrichtigungen einrichten? Auf Nachrichten antworten? Posteingang checken? Suchagenten? Was muss ich denn alles machen?”
So kann das doch nichts werden mit dem Networking! Oder geht es nur mir so?
Laut einer Studie von Microsoft haben viele kleine Unternehmen das Potential von Online-Werbung noch nicht erkannt. Statt die Devise “Wer nicht wirbt, der stirbt” gelten zu lassen, verzichten sogar 52% der Kleinbetriebe komplett auf Werbung. Diejenigen, die doch Werbung machen, entscheiden sich in vielen Fällen für klassische Maßnahmen und somit liegt der Anteil der Online-Werbung im Branchenschnitt nur bei 23%. Etwa ein Viertel davon fließt in Suchmaschinenmarketing.
Für die Betriebe sei es immer noch attraktiver, in lokalen und regionalen Zeitungen zu werben. Aber in Zeiten, wo sich auch das Internet (siehe auch letzter Beitrag von Thomas) immer lokaler entwickelt, dürften hier die Spendings immer mehr steigen.
„Lokale Suche ist das nächste große Web 2.0-Thema nach Social Networks“, lautete der allgemeine Tenor der US-amerikanischen Where 2.0-Konferenz im vergangenen März. Hintergrund: Mit der zunehmenden Verbreitung von freien Karten-Schnittstellen, einer neuen Mobiltelefon-Generation mit eingebautem GPS sowie den fallenden Providerpreisen für das mobile Internet ist der Weg für die bereits seit Jahren gepriesene lokale Suche so offen wie ein Scheunentor.
Da die Userakzeptanz noch verhalten ist, versuchen sich US-Startups wie uLocate an einer kreativen Heranführung des Otto-Normal-Verbrauchers: Der „Global Pet Finder“, eine Web- und Handyapplikation für das Echtzeit-Lokalisieren des geliebten Haustiers, ist in den Staaten ein Überflieger. Technologisch nichts Besonderes, doch wahrlich ein guter Beweis für die schier unendliche Massenmarkt-Bandbreite von Local-Search-Anwendungen.
Die Begeisterung für „The Power of Where“ hat unlängst auch den hiesigen Markt erreicht: So haben sich die Gebrüder Samwer mit ihrem European Founders Fund unter anderem an ReachLocal, dem US-Pionier für lokale Online-Werbung beteiligt. Ein Vorbote für eine deutsche Gründerwelle im lokalen Bereich? Bislang hatten die Samwers (u.a. Jamba!, eBay Deutschland) den richtigen Riecher in Sachen US-Trends bewiesen.
Das Kölner Startup Townster hat ebenfalls die Chancen im lokalen Werbemarkt erkannt und verfolgt den Ansatz einer nutzergetriebenen lokalen Suchmaschine: Erstmals verbinden sich die Nutzer hier über gemeinsame Orte, und nicht wie bislang gewohnt über gemeinsame Freundeskontakte (siehe Schnellüberblick im Powerpoint-Format). Durch eine ausgeklügelte Klassifizierung der einzelnen Orte (Bars, Hotels, Restaurants etc.) sowie die Bewertung dieser durch den User will Townster deutlichen Mehrwert in der lokalen Suche schaffen. Finanzieren will sich das Web 2.0-Startup unter anderem durch lokal gestreute Onlinewerbung und Premiumdienste für Gewerbetreibende, die gegen Entgelt die Townster-Profilseite ihrer Location aufwerten und administrieren können.
(Anmerkung: Ich selbst bin einer der drei Gründer von Townster.)
Web 2.0 geht einen weiteren Schritt in Richtung Online-Vermarktung. Bei YouTube gibt es nun - in wohl erst sehr wenigen Videos - Werbeeinblendungen.
Ich bin gespannt, wie das weitergeht - und ob man beispielsweise als Advertiser auch nur Videos mit bestimmten Tags buchen kann - ähnlich wie beim Keyword-Advertising. Bisher habe ich mich noch nicht genauer beschäftigt, aber das weiter zu beobachten steht immerhin auf meiner Taskliste :o).
Und hier noch ein Video, welches das Ganze noch anschaulich darstellt:
Text-Link-Ads bietet ausgewählten Publishern neuerdings “Inlinks” an. Das sind Links direkt in Blogeinträgen die mit dem entsprechenden Werbetreibenden verlinkt sind, und nicht gesondert markiert werden. Also in etwa so wie hier die Zukunft des Linkkaufs beschrieben wurde.
Auf blog.datenschmutz.net gibt es auch einen lesenswerten Beitrag über die moralischen Probleme von Inlinks. Nicht nur für Google sind dann redaktionelle Links von gekauften Links nicht mehr zu unterscheiden - es gibt eine Gefahr die eigene Glaubwürdigkeit für ein paar Euros zu verkaufen. TLA widerrum argumentiert das weiterhin jeder einzelne Links approved, also freigeschaltet, werden muss.
Die ganze Sache bleibt also spannend[tm], etwas schade finde ich das Linklift bisher weder zu den TLA Post-Level-Links noch zu den neuen Inlinks reagiert hat, und mit technischen Innovationen aufwartet. Vielleicht kommt da ja noch was, schade das man so wenig über den Stand der Entwicklungen erfährt.
Der Deal sollte allerdings nicht gestern oder letzte Woche, sondern bereits im Jahr 2002 über die Bühne gehen. Der Kaufpreis im einstelligen Milliardenbereich war Yahoo-Chef Semel allerdings zu hoch, heute liegt der Börsenwert von Google bei 145 Milliarden Dollar…
Diese Aufgabe - über Jahre durch Versäumnisse und Fehlentscheidungen wohl unlösbar geworden - übernimmt jetzt der einstige Yahoo-Co-Gründer Jerry Yang. Ich weiss nicht, was man ihm wünschen soll, Glück alleine wird nicht reichen …